Trank zu finden, der meiner kranken Bruſt Geſundheit und Lebenskraft wieder gibt.“
„Und wenn Sie ihn nicht finden? Wenn dies Mährchen des Grafen St. Germain nie zur Wirklichkeit wird?“ fragte Carl Liechtenſtein angſtvoll.„Ew. Maje⸗ ſtät dürfen nicht darauf warten, Sie dürfen Ihr koſt⸗ bares, geliebtes Leben nicht an eine bloße Möglichkeit wagen. Sie ſind es Ihrem Volk, Sie ſind es Ihrer Familie, Sie ſind es endlich mir, dem treueſten, dem ergebenſten Ihrer Diener und Freunde, Sie ſind es uns Allen ſchuldig, daß Sie für Ihre Geſundheit ſorgen. Majeſtät, ich beſchwöre Sie bei Allem, was Ihnen heilig und theuer iſt, erlauben Sie mir nun ſofort Ihren Leib⸗ arzt zu rufen, ſprechen Ew. Majeſtät mit ihm, ſagen Sie ihm, daß Sie leiden, und geſtatten Sie ihm, daß er dem Urſprung Ihres Leidens nachſpüre.“
„Ah, ich kann ihm den Urſprung ſagen,“ ſeufzte Leopold,„er ſitzt in meinem Herzen! Aber mein Leibarzt hat dagegen kein Mittel, er kann ein Herz, welches leidet und ſich ſehnt, nicht geſund machen, er kann nicht Wien in Florenz, nicht den König von Ungarn und Böhmen, den baldigen Kaiſer von Deutſchland in den Großherzog von Toskana verwandeln, er kann mich nicht Diejenige finden laſſen, welche ich ſo lange und ſo ſchmerzlich ſuche, und deren Bild ewig in meinem Herzen leben wird. Was
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