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Leopold antwortete ihm nicht ſogleich, ſondern blickte mit einem traurigen Lächeln in das ſchöne erregte An⸗ geſicht des jungen Mannes empor.„Was iſt es, mein Liebling, das ich mir in den Retorten zu kochen ver⸗ ſuche?“ fragte er.
„Ich denke, es iſt das Lebenselixir, zu dem der Graf St. Germain Ew. Majeſtät das Recept geſandt hat.“
„Richtig, das Lebenselirir,“ ſagte Leopold, leiſe mit dem Kopf nickend.„Sage mir alſo nicht, daß ich nicht mehr im Laboratorium verſuchen ſoll mir das Lebens⸗ elirir zu bereiten, denn ohne daſſelbe werde ich nicht lange mehr mich Deiner Nähe freuen können, mein Liebling, nicht lange mehr die Bürde dieſes Lebens zu tragen haben. Ich fühle mich krank, Carl, krank und todes⸗ matt.“
Fürſt Liechtenſtein ſtieß einen Schrei aus, und zu dem Kaiſer hinſtürzend, kniete er vor ihm nieder und bedeckte die Hände des Kaiſers mit glühenden Küſſen.
„Majeſtät!“ rief er leidenſchaftlich,„wenn Sie ſterben wollen, ſo will auch ich ſterben.“
„Du ſiehſt ja, Freund, daß ich nicht ſterben will,“ ſagte Leopold mit einem ſanften Lächeln.„Ich braue ja täglich an meinem Lebenselixir, ich gebe mir Mühe, den


