Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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getrunken, welches Manfredini mir bereitet. O, es ſtrömte wie Feuer durch meinen Köper und anfangs fühlte ich den wonnigen Strom der Verjüngung, der mein ganzes Weſen belebte und erhob. Ein unausſprech⸗ liches Entzücken durchglühte mich, es ſchien als ob meine Seele Flügel bekäme, als ob die Jugend meine Muskeln zu Stahl verhärtete, meine Sehnen und Nerven neue Lebenskraft zuführe. Ich hätte aufjauchzen mögen vor Glück und doch auch wieder weinen vor ſüßer Traurigkeit. Aber dieſer Zuſtand der Entzückung verſchwand leider ſchon nach einigen Stunden, und ich fühle mich wieder ſo matt und traurig, wie zuvor. Seitdem hat es ſich wie eine Verfinſterung über mich ausgebreitet, ich gehe dahin, wie in einer dunklen Wolke, und zuweilen iſt es mir, als würde dieſe Wolke ſich mit mir emporheben und mich der Erde entrücken.

Fürſt Liechtenſtein ſtieß einen Schrei aus und ſprang empor.Die Aerzte müſſen kommen, ſagte er,Ew. Majeſtät dürfen ſich nicht mehr weigern, ſie zu conſul⸗ tiren. Ich eile ſie zu holen.

Er wollte von dannen eilen, aber der Kaiſer hielt ihn zurück.Bleibe noch einen Augenblick, mein Lieb⸗ ling, ſagte er matt;wer weiß, ob die Wolke nicht mit mir entſchwebt, während Du nicht bei mir biſt! Bleibe