Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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hinſtürzte und vor ihm auf die Kniee niederſinkend ihn mit dem Ausdruck ängſtlicher Sorge anſchaute.

Ew. Majeſtät ſind krank, rief er ſchmerzvoll, Ew. Majeſtät leiden. O, ich beſchwöre Sie, mein Herr und Kaiſer, verhehlen Sie es mir nicht, ſagen Sie mir, was Ihnen fehlt, weshalb Sie ſo bleich, ſo leidend ſind? Geſtatten Sie mir die Aerzte zu rufen. O, mein Gott, ich vergehe vor Angſt und Trauer!

Der Kaiſer legte langſam ſeine Hand auf des Für⸗ ſten Haupt und blickte ihm lange und tief in das erregte, männlich ſchöne Angeſicht.Wie, fragte er zärtlich, Thränen in den glänzenden Augen meines Lieblings? Fürſt Liechtenſtein weint, da er doch jubeln ſollte, daß er endlich das Ziel ſeiner Sehnſucht erreicht hat, daß end⸗ lich der Krieg mit Frankreich zur Wahrheit werden ſoll? Und Du dankſt es mir nicht, Du Böſer, Du freuſt Dich nicht einmal auf die Lorbeeren, welche Du Dir erobern wirſt?

Was kümmern mich die Lorbeeren, was kümmert mich der Krieg, rief Liechtenſtein leidenſchaftlich.Ich ſehe, daß Ew. Majeſtät leiden, ich weiß nichts weiter, als daß mein Herz ſich um Ew. Majeſtät ängſtigt.

Es iſt wahr, ich leide, ſagte Leopold traurig. Es iſt mir, als ob der Tod durch alle meine Adern ſchleiche, und doch habe ich geſtern das Elixir des Lebens