Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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dies von dem König an Ew. Majeſtät gerichtete Schrei⸗ ben zu leſen?

Wozu das? fragte Leopold langſam und mit müden Blicken.Theilen Sie mir den Inhalt mit, das genügt!

Der König von Frankreich ſchreibt Ew. Majeſtät, daß er es weder der Würde, noch der Unabhängigkeit der franzöſiſchen Nation gemäß erachte, eine Verthei⸗ digung zu führen über die innern Angelegenheiten Frank⸗ reichs und auf die Anklagen zu antworten, welche die Regierung Eurer Majeſtät gegen die legislative Ver⸗ ſammlung geſchleudert hätten. Er erklärt, daß er Nie⸗ manden das Recht zugeſtehe, ein Urtheil zu fällen über die neue Geſetzgebung und Conſtitution Frankreichs; er verſichert, daß dieſe von ihm freiwillig und gern an⸗ genommen worden, und weiſt jede Zumuthung zur Ab⸗ änderung derſelben als beleidigend und unbefugt zurück. Er verlangt von Ew. Majeſtät ſofort alle Kriegsvor⸗ bereitungen in Ihren Staaten einſtellen zu laſſen und Ihre Militairſtreitkräfte in den Niederlanden und im Breisgau wieder auf den Friedensfuß zu ſetzen. Er verſpricht, wenn dies geſchehen, auch ſeinerſeits alle Kriegsrüſtungen aufhören zu laſſen und die Garniſonen der Grenzdiſtriete wieder auf den gewöhnlichen Fuß zu reduciren. Aber wenn Ew. Majeſtät ſeine Forderungen