Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Königin, ſich zur Mutter des Volkes zu machen, indem ſie alle Wohlthätigkeitsanſtalten unter ihren beſondern Schutz nähme. Ah, mein Herr, ich würde, wenn man mich zum Miniſter auserſehen wollte, eine treue Die⸗ nerin des Königs, eine eifrige Anhängerin des Königs ſein, und mehr als alle Neckers könnte ich dem Königs⸗ paar nützen, denn ich würde ihnen dienen unter der Maske der Jacobiner, ich würde für ſie thätig ſein mit der rothen Mütze auf dem Kopf!“

„Würden Sie das wirklich thun, Theroigne de Mericvurt?“ fragte der Kaiſer feierlich.„Meinen Sie, daß man Ihnen, welche ſchon einmal zur Verrätherin ge⸗ worden, Vertrauen ſchenken und den Verſicherungen glauben könnte, die ſie doch nur geben, weil Sie eine Gefangene ſind und ſich Ihre Freiheit verdienen möchten?“

„Majeſtät, ſagte Thervigne feierlich,„ich bin keine Gefangene mehr, ich bin frei!“

„Wie denn? Hat der Fürſt Liechtenſtein Sie nicht ſo eben aus dem Gefängniß hieher zum Verhör geholt?“

„Ja, Sire, aber ſeit ich die Schwelle dieſes Zim⸗ mers überſchritten habe, ſeit ich vor Ew. Majeſtät ſtehe, bin ich frei. Denn das Angeſicht eines Kaiſers muß ſein, wie das Angeſicht Gottes, es muß allen Denen, welche