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mers begleitete, der verliebte Knabe. Er iſt nicht größer als ich, und ich denke ſeine Kleider müſſen mir paſſen. Steckt der Schlüſſel im Kleiderſchrank, ſo iſt das Mittel zu meiner Rettung gefunden! Sehen wir zu!“
Entſchloſſenen Schrittes ging Thervigne zu der Thür hin und öffnete ſie. Alles war ſtill, kein Menſch zu ſehen auf dem ganzen dämmerigten Corridor, die Thü⸗ ren zu den Zimmern des jungen Grafen geſchloſſen und da gegenüber an der Wand der große majeſtätiſche Klei⸗ derſchrank von geſchnitztem Eichenholz! Leiſe auf den Ze⸗ hen, mit angehaltenem Athem ſchlüpfte Theroigne auf den Corridor hinaus; die Augen unverwandt auf den Schrank gerichtet, bewegte ſie ſich geräuſchlos vorwärts, mit der Hand ſich an der Wand hinſchiebend, um ihrer ſchwankenden Geſtalt einen Stützpunkt zu geben.
Jetzt, jetzt ſtand ſie vor dem Schrank! der Schlüſſel ſteckte im Schloß!
Nun lauſchte ſie einen Moment. Alles blieb ſtill, kein Laut, kein Schritt ließ ſich vernehmen! Muth gefaßt alſo! Den Schrank geöffnet!
Mit einem einzigen Ruck war's geſchehen, die Thür knarrte nicht in ihren Angeln und der Schrank war ge⸗ öffnet. Da hingen ſie in zierlicher Ordnung die ſchönen Kleider des jungen Grafen, die ſeidenen Pantalons und die geſtickten ſeidenen Röcke, die einfachen Gewänder von
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