Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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bensluſtig, wie alle Männer ſind. Hurrah, leicht und froh wie ein Mann will ich leben und die Welt genießen, und lachen über alle Die, welche weinen und ſich un⸗ glücklich dünken! Es gibt nur ein Glück auf Erden, das iſt der Reichthum, und den habe ich mir jetzt erworben, Dank meiner Schauſpielkunſt und Klugheit. Ach, wie vor⸗ trefflich ich meine Rolle geſpielt habe! Nicht Einmal bin ich aus der Rolle gefallen während dieſer unausſtehlich langen vierundzwanzig Stunden, die ich hier beim Grafen Merch bin. Immer war ich die renige Sünderin, die ergebene Royaliſtin, die uneigennützige Liebende, die gar nicht an Geld und Belohnung denkt, ſondern aus purer nneigennütziger Liebe und Anhänglichkeit ſich zu opfern bereit iſt. Das macht, ich hatte mir auf dieſer ganzen langen Fahrt meine Rolle wohl überlegt und einſtudirt; ich hatte eingeſehen, daß es eine lächerliche Thorheit ge⸗ weſen wäre, einer halben Million zu entſagen, weil ich von einem Mann betrogen ward. Es war ſchon dumm und albern genug, daß ich mich hinreißen ließ von meinem erſten Zorn und dem Petion die Flucht der Königin ver⸗ rieht. Ich hätte meinen Zorn und Gram in mich hinein⸗ freſſen und ruhig abwarten ſollen, wie die Dinge ſich ge⸗ ſtalten würden. Aber indem ich in meinem Zorn Petivn die Mittel an die Hand gab, die Flucht der Königin zu verhindern, habe ich meine halbe Million gefährdet. Das 1860. XXIV. Kaiſer Leopold der Zweite. III. 2