Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Unrecht und kleinlich, Ihre Belohnung von dem glück⸗ lichen Erfolg des Unternehmens abhängig machen zu wollen. Entſchließen Sie ſich noch heute, noch in dieſer Stunde Ihre neue Courierreiſe nach Coblenz und Wien antreten zu wollen, und in demſelben Augenblick, in wel⸗ chem ich Ihnen meine Depeſchen übergebe und der Wa⸗ gen vorfährt, in demſelben Augenblick übergebe ich Ihnen auch Ihre Ausſteuer, Geldpapiere und Wechſel im Werth von viermalhunderttauſend Francs.

Eine glühende Röthe flammte in Thervigne's Antlitz auf, ihre Augen blitzten höher auf in triumphi⸗ render Freude, aber ſie ſchlug ſie raſch nieder, um den Grafen nicht in ihren Blicken leſen zu kaſſen.

Aber Barnave! flüſterte ſie leiſe.Sie vergeſſen,

daß ich mit der Königin auch meinen Geliebten erwarte⸗ Ich habe Ihnen ja geſtanden, Herr Graf, daß ich die Braut Barnave's bin, und daß er, ſobald die Königin gerettet iſt, hier in Belgien ſich mir vermählen will.

Meine Liebe, rief der alte Graf ungeduldig,es iſt jetzt nicht der Moment, um an die Erfüllung Ihrer verliebten Wünſche denken zu können. Sie werden ſich einige Tage ſpäter vermählen, das iſt Alles. Der liebe Herr Barnave wird Ihnen ſofort nach Wien nacheilen, und es gibt dort eben ſo gut Preiſter wie hier zur Voll⸗ ziehung des Trauungsactes. Nur wird ſich vhne Zweifel