Teil eines Werkes 
3. Theil, Zwei Lebenswege : 3. Band (1860)
Entstehung
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Sie lächeln, ſie ſcherzen mit einander, ſorglos, keine Gefahr ahnend.

Giſela ſchmiegt ſich zagend an des Freundes Schulter, denn ihr ſchwindelt bei dem Anblick dieſes klaren Waſſerſpiegels, in dem die himmel⸗ hohen Felſen ſich wiederſpiegeln, und wie tiefe, un⸗ ermeßliche Abgründe erſcheinen.

Zetzt fliegen ſie vorüber an der Inſel St. Johann, jetzt macht der See eine Biegung, und von hohen Felſen rings eingeſchloſſen, haben ſie den Blick auf das Ufer verloren, und können auch von dort nicht mehr geſehen werden.

In dieſem Augenblicke erſchien die geſtern an⸗ gelangte Dame in der Thür des Hauſes, wie ge⸗ ſtern, verſchleiert.

Sie haben mich alſo vergeſſen, ſagte ſie mit zürnendem Tone zu Mariandel, die demüthig hinter ihr ſtand.Ich hatte Ihnen befohlen, mich zu wecken, ſobald jene Fremden aufgeſtanden, und jetzt ſind dieſe ſchon fort!

Mariandel ſchwur, an die Thür der gnädigen Frau geklopft, aber keine Antwort erhalten zu haben.Und wohin ſind die Fremden gefahren?

Nach Bartholomä, dort wollen ſie landen und das Frühſtück einnehmen.

Alſo nach Bartholomä! befahl die Dame, zum Ufer eilend, und raſch das ihrer harrende Boot beſteigend.

Schnell, ſchnell vorwärts! befahl ſie den