Teil eines Werkes 
3. Theil, Zwei Lebenswege : 3. Band (1860)
Entstehung
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Bald kehrte Sepperl zurück mit dem Bericht, daß der von ihm beſchriebene Herr allerdings und zwar mit einer Dame ſich hier befinde, aber be⸗ reits ſeit einer Stunde zur Ruhe gegangen, mor⸗ gen mit dem Früheſten indeß die Fahrt über den See anzutreten gedenke.

Bis morgen alſo! ſagte die Dame ſeuf⸗ zend, und verließ den Wagen, um gleichfalls die Nacht in dem Hauſe zu verweilen.

Und der Tag brach an, ruhig erhob ſich die Sonne, die heute ſo viel irdiſche Qnal beſcheinen ſollte, ruhig ſtieg ſie empor und funkelte in den Schneehörnern des Watzmann, und glitzerte in den durchſichtigen, grünen Waſſern des Königs⸗ ſees, daß man auf dem Grund deſſelben die Fiſche und Gethiere daher ſchlüpfen und kriechen ſah.

Der Tag war da! Man vernahm ſchon das Läuten der Morgenglocken, von den Sennhütten hernieder ertönte munterer Schalmeienklang, und allgemach begann es ſich zu regen im kleinen Wirthshauſe am Ufer des See's. hnn

Die ſchöne Mariandel erſchien in der geöff⸗ neten Thür und rief mit fröhlichem Tone den Tonerle, der bald herbei geſprungen kam und Ma⸗ riandel's Befehle empfing, ſogleich zwei Boote aus dem Schuppen zu ziehen und die Schiffer zu ru⸗ fen, denn die Herrſchaften ſeien alle ſchon wach, und wollten nun die Fahrt über den See antre⸗ ten. Tonerl nickte ſeiner Mariandel freundlich