des Unglucks abgelöſt ſein müſſen, ehe ſie ſich unſerm Genuſſe darbietet. Und dies gefährliche Glück, zu deſſen Erlangung es vieles Muthes bedarf, dies Glück zu erkämpfen, ſind Sie berufen!“
„Sehen Sie mich an, mein Fürſt,“ ſagte Giſela mit wehmuthsvollem Lächeln,„meine Hände ſind zerfleiſcht an dieſer ſtachlichten Schale des Unglücks, die ich durchbrechen wollte, um das Glück zu erlangen, ſehen Sie, meine Bruſt iſt wund ge⸗ riſſen an dieſen Stacheln, und mein Herz ver⸗ blutet! Wie wollen Sie, daß ich weiter gehe und
immer wieder ſuche und nirgends finde!“ „ Schauen Sie auf, Giſela, laſſen Sie das
Selbſtbewußtſein Sie ſtärken und erheben, und retten Sie ſich aus der Wüſte der Welt zu der ſtillen grünen Inſel des Glückes, die wie eine Haſe daraus hervor ſteigt. Hier die Hand Ihres treuen Freundes! Bieten wir der Welt Trotz, ſchließen wir einen Bund gegen die Welt. Sie ſollen mein Troſt ſein und meine Zuflucht, dieſes Landes guter Engel. Hören Sie auf, die Men⸗ ſchen zu lieben, aber erbarmen Sie ſich der Menſch⸗ heit! Zu dieſem edlen Werke wollen wir uns ver⸗ bünden. Und Großes, unendlich Großes können Sie wirken, wenn Sie nur den Muth haben, zu wollen! Ich bin jung und vertrauend geweſen, wie Sie, bin getäuſcht und verrathen, wie Sie, aber anders ging ich aus dieſen Kämpfen und Täuſchungen hervor!“


