V. Das Conplot.
„Was iſt es, das Sie von mir begehren?“ fragte Judith mit ſtolzer Kälte den Baron Wal⸗ ther, der ſie heute um eine Unterredung erſucht hatte.
„Sie wiſſen es wohl, was ich begehre, wo⸗
nach ich ſtrebe,“ ſagte er, ihre Hand an ſeine
Lippen drückend.
„Vielleicht nach dem Beſitz meiner Güter! Oh, gedulden Sie ſich, Baron! Sie werden ſie erlangen. Wie leicht kann es kommen, daß ich auf meiner Villa erkranke, daß der Arzt Nachts zu mir gerufen werden muß, und dann, Baron, haben Sie gewonnen, dann hat die arme Judith Ihnen nichts mehr zu gewähren, und Sie werden um nichts mehr zu flehen kommen!“
Um Alles, Judith, um Alles habe ich zu flehen, um Ihr Erbarmen, um Ihr Mitleid, oh, und um Ihre Liebe!“


