und kindiſch, wie uns gerade die Laune kommt! O mein Gott, wie köſtlich das ſein wird!“
„Aber wenn ſie dann ganz ermüdet und er⸗ ſchöpft heimkehren, dann haben Sie nicht einmal ein weiches Sopha, ſich darauf hinzuſtrecken. Alle dieſe Meubles ſind ſo hart gepolſtert!“
„Bah, was kümmern mich die Polſter! Aber für Dich, alte Hedwig, für Dich wollen wir ein gutes Polſter beſchaffen! Deine alten Glieder ſollſt Du weich und ſanft ſtrecken können, und nicht klagen dürfen über Unbequemlichkeit. Den köſt⸗ lichſten, bequemſten Lehnſtuhl ſollſt Du Dir in W. kaufen!“
„Oh, nicht für mich, theuerſtes Fräulein, nicht für mich war es, daß ich klagte! Ich dachte nur an Sie!“
„Und ich an Dich, mein gutes Mütterchen! Du biſt alt, Du bedarfſt der Pflege, und ſo wie Du für mich geſorgt haſt, als ich ein Kind war und der Pflege bedurfte, ſo will ich nun wieder für Dich ſorgen, Du gutes altes Kind!“
Die alte Hedwig weinte vor Rührung und küßte ihrer jungen geliebten Herrin die Hand. Giſela aber zog ſie in ihre Arme, und ſagte lächelnd:„Du weinſt? Hatte ich alſo nicht Recht, Dich ein altes Kind zu nennen?“
Dann nickte ſie ihr lächelnd zu, und hüpfte, ein Liedchen trällernd, in das anſtoßende S dg ſie hinter ſich verſchloß.
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