Teil eines Werkes 
1. Theil, Zwei Lebenswege : 1. Band (1860)
Entstehung
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der Perfidie ziehe ich das Unglück vor.

heit, und das Glück iſt doch nur der Lüge Preis!

Mein Gott, es wird mir ſo leicht, glücklich zu ſein, es bedarf dazu ſo wenig. Ein wenig Freiheit, ein wenig Luft und viel Liebe in meiner eigenen Bruſt, mein Gott, ich verlange kein anderes Glück! Und dies iſt ſo leicht zu bewahren!

Sie meinen das? Ach, holdes, thörichtes Kind, ſo lange man liebt, iſt man ſeiner eigenen Thorheit Gefangener, und nur der iſt frei, der aller Liebe Feſſeln von ſeinem Herzen abgeſtreift, und ſein Auge gelehrt, klar zu blicken! Hoffen Sie nicht auf Freiheit, ſo lange Sie noch hoffen auf Liebe! a

Nun wohl, ſagte Giſela mit einem köſtlichen Lächeln,ſo ſoll mir die Selaverei willkommen ſein!

Sie ſind unverbeſſerlich, ich ſehe, ich kann

Ihnen nicht helfen und nicht rathen! Aber dieſe

Zeit wird kommen und dieſe Stunde wird ſchlagen! Ich werde Sie nicht bewahren können vor Schmerzen, aber ich werde Sie lehren können, die Schmerzen zu beſiegen!

Aber warum dieſen ieen Glauben, warum dieſe traurige Vorherſagung? O mein Gott, kann es denn nicht ſein, daß das Glück min lächelt?

Es wird Ihnen lächeln, wie« Schlange dem Vöglein, das ſie verſchlingen will, lächelt. Sie wollen das Glück ſich erringen durch Wahr⸗