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Zoubow, Deinen Arm, führe mich fort, ich glaube, ich ſterbe!“
Zoubow nahm die zuſammenſinkende Kaiſerin in ſeine Arme, und trug ſie in ihre Gemächer, während Thränen der Angſt und des Entſetzens ihm über die erbleichten Wangen rollten.
Markow aber eilte von dannen, um den Befehl der Kaiſerin zu erfüllen, und Arnfelt zu verhaften.—
Baron Armfelt hatte ſeine Wohnung nicht verlaſſen. Als Markow, gefolgt von den Beamten der Polizei bei ihm eintrat, fanden ſie ihn an ſeinem Schreibtiſch ſitzen, und eifrig an einem angefangenen Brief ſchreiben.
Er ſtand auf, um Markow mit ſeiner gewohnten, ruhigen Höflichkeit zu begrüßen.„Herr Baron,“ ſagte er mit vollkommener Gelaſſenheit,„ich erwartete Ihren und den Beſuch dieſer Herren, nur kommen Sie um eine Vier⸗ telſtunde früher, als ich berechnet hatte. Ich habe daher auch dieſen Brief an die Gräfin Rudenſtöld noch nicht vollendet. Ich bitte alſo, daß Sie mir erlauben, dies jetzt zu thun, denn ich wünſchte dieſen Brief mit dem Schiff abgehen zu laſſen, mit welchem der König von Schweden morgen in ſeine Staaten zurückkehrt.“
„Ah, Sie wiſſen alſo ſchon, daß er dies thun wird?“ rief Markow.„Man hat Sie alſo nicht falſch beſchuldigt. Sie ſind es, welcher den König von Schweden beſtimmt


