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Der Ober⸗Ceremonienmeiſter eilte, den Hof zu be⸗ nachrichtigen, und bald ſah man die glänzende Menge in eiliger Haſt, mit verwirrten, erſchrockenen Mienen ſich nach den weit geöffneten Ausgangsthüren zudrängen, während die noch immer ohnmächtige Prinzeſſin Alexandra, von ihrer Mutter und ihren Hofdamen durch eine Seitenthür in die kaiſerlichen Wohnzimmer gebracht ward. Ihr Va⸗ ter und ihre Familie folgten ihr dahin.
Nur die Kaiſerin, Zoubow, Besborodko, Markow und einige der vertrauten Miniſter blieben in dem Thron⸗ ſaal zurück.
„Jetzt ſprecht,“ rief die Kaiſerin mit zornbleichen Lippen,„Jjetzt ſagt mir Alles. Iſt es wahr, iſt es mög⸗ lich, daß der König mir ſolchen Schimpf anzuthun wagt? Er will nicht unterſchreiben, ſagt Ihr? Er wagt es, die von mir ihm dargebotene Hand meiner Enkelin auszu⸗ ſchlagen?“
„Ja, er wagt es,“ ſagte Zoubow düſter.„All meine Vorſtellungen, meine Bitten waren vergeblich. Der König blieb feſt und unerſchütterlich dabei, er werde dieſen Ehecontract nicht unterzeichnen, er werde nicht einwilligen, daß ſeine Gemahlin der griechiſchen Religion treu bleibe.“
„Man muß ihn zwingen, ſein Wort zu erfüllen,“ rief Markow.„Der König iſt zu weit gegangen, er darf nicht mehr zurücktreten.“


