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Haupt lebhaft nach dem Fürſten Zoubow hinwandte, um zu vernehmen, was er der Kaiſerin ſagen möchte.
Nun ſprach Zoubow, an das Ohr der Kaiſerin ge⸗ neigt, einige ſchnelle, haſtige Worte. Ein doppelter Schrei ertönte, ein Schrei der Wuth von den Lippen der Czarina, ein Schrei des Schmerzes von den Lippen der Großfürſtin.
Ohnmächtig ſank Alexandra in die Arme ihrer herzu⸗ eilenden Mutter, flammend vor Zorn ſprang Katharina von ihrem Thronſeſſel auf, und ihr Arm hob ſich drohend empor, und ihre bleichen, bebenden Lippen öffneten ſich ſchon zu einer Verwünſchung. Aber die Kaiſerin hielt ſie mit der Kraft ihres energiſchen Willens zurück, ſie ließ den halb erhobenen Arm wieder an ihrer Seite niederſinken, und zwang ſich zur Ruhe. Ein Wink ihres Hauptes, ihrer gebieteriſchen Augen rief den Ober⸗Ceremonienmeiſter herbei.
„Herr Fürſt von Lieven,“ ſagte die Kaiſerin mit lauter, nur ein wenig bebender Stimme,„man meldet mir ſo eben, daß der König Guſtav Adolf von Schweden plötz⸗ lich erkrankt und deshalb außer Stande iſt, hier zu er⸗ ſcheinen. Wir müſſen daher die beabſichtigte Feſtlichkeit um einige Tage verſchieben, bis Seine Majeſtät wieder hergeſtellt iſt. Sagen Sie dies meinem Hof, und melden
Sie den Damen und Herren, daß ich ſie für heute ent⸗ laſſe.“


