ſein Angeſicht zu treten, und in Seufzern, in Thränen, in Klagen ſich Luft zu machen.
Nur Gott, und vielleicht der Geiſt ſeines Vaters waren bei dieſem jungen König, der heute den erſten Schritt gethan auf der langen Leidensſtation, die er in der Zukunft durchwandeln ſollte, der heute ſeinem Thron und ſeinem Volk das erſte ſchwere Opfer dargebracht hatte, und deſſen Seele in Schmerzen rang. Große Thränen rollten lang⸗ ſam über ſeine Wangen nieder, und die Augen gen Him⸗ mel wendend, flüſterte er mit ſchmerzuckenden Lippen: „mein Gott, mein Gott, ich leide ſehr! Mein Herz krampft ſich zuſammen in meiner Bruſt! Gieb mir Kraft, daß ich ausharre und nicht ermatte. Und Du, mein Vater, Du, welcher auch gelitten und gerungen, Du bitte für mich und ſchaue ſegnend nieder auf Deinen Sohn, der ſeiner Kö⸗ nigspflicht ſein Herz opfern muß!““
*Guſtav Adolf III. kehrte wenige Tage nach dieſer Kataſtrophe nach Schweden zurück und vermählte ſich im nächſtfolgenden Jahr (1797) mit der Prinzeſſin Friederike von Baden, einer Schweſter der Gemahlin des Großfürſten Alexander. Indeß der König war weder in ſeiner Ehe, noch in ſeiner Regierung glücklich, und im Jahre 1809 ward er durch eine Palaſtrevolution, an deren Spitze ſein Oheim, der Herzog von Södermanland, ſtand, für ſich und ſeine Leibeserben des Throns für verluſtig erklärt. Der Hetzog von Södermanland hatte alſo endlich ſein Ziel erreicht, und beſtieg als König Karl XII. den Thron von Schweden. Der entthronte König begab ſich mit ſeiner


