220
von Eurer Majeſtät etwas zu erbitten, was gegen die Ge⸗ ſetze Schwedens verſtößt.““
„Ah, da iſt doch wenigſtens Ein Mann, Ein treuer Schwede,“ rief der König freudig.„Graf Flemming, ich danke Ihnen, und ich werde Ihnen dieſe Stunde nie ver⸗ geſſen! Sie aber, Herr Fürſt Zoubow, kehren Sie zurück zu Ihrer Souverainin. Sagen Sie ihr, daß, wie ſehr auch mein Herz dabei bluten möge, mein Gewiſſen es mir nicht erlaubt, dieſen Contract zu unterzeichnen, oder jemals mich einer Frau zu vermählen, welche nicht meine, und die Religion meines Landes theilt.“
„Sire,“ rief Zoubow,„ich wage dennoch—“
„Es iſt genug,“ unterbrach ihn der König, indem er ſich haſtig der Thür ſeines Kabinets näherte,„genug und übergenug. Ich unterzeichne nicht, ich kann nicht und ich will nicht! Das iſt mein feſter, unabänderlicher Entſchluß! Leben Sie wohl!“**
Er trat raſch zurück in ſein Kabinet, drückte die Thür hinter ſich zu, und ſchob den Riegel vor. Aber einmal jetzt in dieſem Kabinet, und allein, nicht mehr beläſtigt von Zeugen, ſank der König auf einen Seſſel nieder, er⸗ laubte er dem Schmerz, der ſeine Bruſt durchwühlte, auf
*Hiſtoriſch. Siehe: Mémoires secrets. Vol. I. S. 25. ** Des Königs eigene Worte. Siehe: Ebendaſelbſt.


