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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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ſchlagen, und in der offenen Thür erſchien der König mit bleichem, aber entſchloſſenem Antlitz, hinter ihm ſah man den Herzog von Södermanland, die Herren von Steding, Besborodko und Flemming, deren Geſichter Unruhe und Schrecken verriethen.

Der König hielt ein zuſammengerolltes Papier in der Hand, und ſeine ſchlanken, weißen Finger hatten ſich mit ſo heftigem Druck um die Rolle gelegt, daß ſie in der Mitte dicht zuſammengedrückt war. Stolzen, haſtigen Schrittes, ohne die tiefe Verneigung Zoubow's nur mit einem Nicken ſeines Hauptes zu erwidern, trat der König vor und ging bis in die Mitte des Saals, während ſeine Begleiter mit düſtern Blicken neben der Portiére ſtehen blieben.

Herr Fürſt Platon Zoubow, ſagte der König mit klarer und ruhiger Stimme,Sie haben mich als Abge⸗ ſandten der Kaiſerin Katharina um eine Audienz bitten laſſen. Ich weiß, was Sie mir zu ſagen haben, und ich will Ihnen hier in Gegenwart all dieſer Herren, welche mit mir von Schweden herüber gekommen ſind, in Gegen⸗ wart des ruſſiſchen Miniſters, Grafen Besborodko, der mir den Heirathscontract zur Unterſchrift vorgelegt hat, meine Antwort geben. Herr Fürſt, ich habe da in dem Heirathscontract einen Paragraphen geleſen, welcher ſich in dem mir geſtern von Ihnen vorgelegten Entwurf