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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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große Thür hingerichtet, die noch immer vor der Geſtalt des Königs ſich nicht aufthun wollte.

Die Großfürſtin Alexandra ſtand noch immer neben ihrer Mutter, und ſchien aufmerkſam auf deren leiſe geflüſterte Worte zu lauſchen, nur waren die Roſen auf ihren Wangen erblaßt, und ſie war kaum noch im Stande, die Thränen zurückzuhalten, die ſich in ihre Augen drängten.

Die Damen und Cavaliere ſtanden in einzelnen Gruppen umher, und jetzt wagten ſie es ſchon, ſich halb⸗ laute Bemerkungen zuzuflüſtern über das ungalante Be⸗ nehmen des„kleinen Königs,“ der es wage, die Kaiſerin von Rußland warten zu laſſen.

Durch dieſe flüſternden, ſpöttelnden Höflinge drängte ſich jetzt der Fürſt Platon Zoubow hindurch und näherte ſich der Thür, an welcher Markow ihn erwartete.

„Nun, was giebt's?“ fragte er haſtig.

„Kommen Sie hinaus, Fürſt,“ flüſterte Barvn Mar⸗ kow, indem er Platon Zoubow raſch durch die geöffnete Thür ſchob, und ſich hinter ihn her drängte.

„Sie müſſen zum König von Schweden,“ ſagte Mar⸗ kow jetzt haſtig.„Nein, ſtehen Sie nicht ſtill, fragen Sie nicht, ſondern kommen Sie raſch vorwärts. Es geht Etwas vor, und der Cavalier des Königs rieth mir, Sie ſogleich zu rufen. So, da ſind wir am Wagen! Steigen Sie ein, Fürſt, und machen Sie Ihre Sache gut, bringen