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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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Befürchtungen Worte zu geben, oder ſich dieſes lange Zö⸗ gern des Königs zu erklären.

„Haben Sie die Güte, mich Seiner Majeſtät zu melden,“ ſagte Baron Markow, ſich an den Kammerherrn des Königs wendend.„Ich komme im Namen Ihrer Ma⸗ jeſtät der Kaiſerin.“

Der Kammerherr zuckte die Achſeln.„Ich muß be⸗ dauern,“ ſagte er laut,„aber Seine Majeſtät haben be⸗ fohlen, Niemanden zu melden, Niemanden in das Kabinet eintreten zu laſſen, ſo lange er mit den Herren dort be⸗ ſchäftigt iſt. Aber eilen Sie, mein Herr,“ fuhr der Kam⸗ merherr dann leiſe und haſtig fort,„es gehen ſchlimme Dinge hier vor, der König ſcheint andern Sinnes ge⸗ worden zu ſein, vielleicht, wenn Sie den Fürſten Zoubow hierher riefen—“

Markow hörte nicht mehr, er war ſchon aus dem Saal hinaus, hinunter zu ſeinem Wagen geſtürzt und jagte jetzt im brauſenden Galopp wieder nach dem Win⸗ terpalais zu.

Die Scene in dem großen Thronſaal war, als Mar⸗ kow wieder in denſelben eintrat, immer noch dieſelbe. Die Kaiſerin ſtand noch immer in der Mitte des Saals, hoch⸗ aufgerichtet und ſtolz, nur das Lächeln war von ihren Lippen verſchwunden, und ihre Blicke waren ſtarr auf die