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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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dem reizenden mit Brillanten überſäeten weißen Sammet⸗ barett befeſtigt war, welches das lange Haar der Prinzeſſin kaum zu bergen vermochte.

Aber ſchöner noch und ſtrahlender als dieſes Coſtüm war das Antlitz der Prinzeſſin, dieſes von Jugend, Schön⸗ heit, Unſchuld und Glück ſtrahlende Antlitz, heller noch als alle Brillanten ihres Gewandes leuchteten ihre großen, ſeelenvollen Augen, ſchöner noch als alle Perlen waren die zwei Reihen Perlenzähne, die zwiſchen ihren lächelnden Purpurlippen hervorglänzten.

„Ah, meine Alexandra, wie ſchön Du biſt,“ rief die Kaiſerin, ganz verloren in das Anſchauen des lieblichen, jungen Mädchens, das mit einem reizenden Ausdruck von Verſchämtheit und Freude ihr gegenüber ſtand.„Ja wahr⸗ lich, Du ſiehſt aus, wie eine weiße Taube der Unſchuld und Liebe, die eben vom Himmel hernieder geflattert kommt. Nun, mein theures Kind, möge keine rauhe Menſchenhand Dir Deine zarten Flügel brechen, oder Dein weißes Unſchuldsgefieder verletzen. Ach, es iſt we— nigen Frauen vergönnt, ſich fleckenlos und rein zu erhalten, und nicht von dem Staub und Schmutz dieſer Welt be⸗ rührt zu werden. Möge ein gütiges Schickſal Dir ver⸗ ſtatten, glücklich zu ſein.“

„Oh, gewiß, meine theure, geliebte Kaiſerin,“ flüſterte Alexandra mit Thränen in den Augen,„ich werde glücklich 3