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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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„He, Koko, hierher, mein Liebling,“ rief Zoubow, und ſofort ſprang der Affe mit einem lauten Freudenſchrei hinter dem Divan hervor, um mit den drolligſten Caprio⸗ len ſeinen Herrn zu umarmen und zu küſſen.

„Ich danke Eurer Durchlaucht,“ ſagte Armfelt lächelnd, „ich habe mich jetzt vollkommen überzeugt, daß kein Menſch, kein Spion in dieſer Affenhaut ſteckt, ſondern, daß dies der wirkliche Koko iſt, ſo ganz würdig, mit der Liebe und dem Vertrauen Eurer Durchlaucht beehrt zu werden. Jetzt darf ich reden, denn ich bin ſicher, mit Eurer Durchlaucht allein zu ſein. Und jetzt will ich Ihnen alſo auch ſagen, wo ich in dieſen drei Tagen geweſen bin, Fürſt. Ich war in Kronſtadt, Durchlaucht, und ich hatte da eine Zuſam⸗ menkunft mit einem Freunde, der eigens von Schweden herübergekommen war, um mir einige wichtige Neuigkeiten aus meinem geliebten Vaterlande zu bringen.“

„Wichtige Neuigkeiten,“ rief Zonbow ungeduldig. „Aber auch gute Neuigkeiten, Freund?“

„Ja, in gewiſſem Betracht auch gute Neuigkeiten, Durchlaucht. Der Widerſtand, den der Regent von Schwe⸗ den, der Herzog von Södermanland, ſo lange dem Willen ſeines Mündels, des jungen Königs Guſtav Adolf, ent⸗ gegenſetzte, ſcheint jetzt endlich erſchöpft, oder der Regent ſcheint ſeine Abſichten geändert zu haben. Genug, der Regent willigt darein, daß die Verlobung des jungen