48
Fürſt Zoubow hatte ihm ſchweigend und mit heiterm Lächeln zugeſchaut.„Bei Gott, Baron,“ ſagte er dann, indem er ſich auf den Divan warf,„Sie ſind ein ſehr vorſichtiger Mann. Aber ich muß Ihnen doch ſagen, es thut mir leid, daß Sie mir mißtrauen, und erſt mein Zimmer unterſuchen, bevor Sie mit mir ſprechen.“
„Durchlaucht,“ ſagte der Baron ernſt,„ich mißtraue nicht Ihnen, ſondern Ihren und meinen Feinden, und ich weiß, daß dieſe überall ihre Spione und Aufhorcher haben.“
„Sie haben ſich indeß jetzt vollkommen überzeugt, daß es in dieſem Zimmer wenigſtens keine Spione und Aufhorcher giebt? Sie haben Alles unterſucht?“
„Verzeihen Sie, Durchlaucht, noch nicht Alles!“
„Nun, und was fehlt denn noch?“
„Ich habe Ihren Affen, den liebenswürdigen Koko, noch nicht gegrüßt!“
„Wie, Baron,“ rief Zoubow laut lachend,„Sie glau⸗ ben, mein lieber Koko könnte ſich dazu hergeben, der Spion unſerer Feinde zu ſein?“
„Nein, Durchlaucht, von Ihrem Koko glaube ich das nicht, aber ſo wie es Wölfe in Schafskleidern giebt, ſo könnte es auch Menſchen in Affenkleidern geben. Er⸗ lauben mir daher Eure Durchlaucht, den Affen, der ſich da auf ſo ſeltſame Weiſe hinter dem Divan verkrochen hat, erſt* einen Moment anzuſchauen.“


