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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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von ſeinem Scheitel niederfielen. In ſeinen zitternden Händen hielt er ſeinen Hut hoch empor, mit lauter Stimme den Großfürſten um eine Gabe anflehend. Conſtantin ſchleuderte mit einer Verwünſchung den Hut des Bettlers fort, und ſeine Fauſt traf mit einem ſo harten, wohl⸗ gezielten Schlag das Geſicht des Greiſes, daß ihm das Blut aus Naſe und Mund hervorquoll, und er halb beſin⸗ nungslos zuſammenſank.

Ohne den Wimmernden eines weitern Blickes werth zu halten, ſchritt der Großfürſt vorwärts, und ſprang in ſeinen Wagen. Nun erſt, als das Cabriolet dahin rollte, und das Geräuſch der Räder ſeine Worte unhörbar machte, nun erſt wagte er es, dem in ihm tobenden Zorn Worte zu geben.

„Elender Bube, der es wagt, mir mit ſolcher Unver⸗ ſchämtheit zu begegnen,“ murmelte er ingrimmig.„Und ich mußte es dulden, ich durfte nicht den Fauſtſchlag, den ich eben dem Bettler gegeben, und der eigentlich Zoubow gehörte, in ſein verdammtes, fades Stutzergeſicht nieder⸗ ſchleudern, mußte es mir ſogar gefallen laſſen, von dieſem Buben Geld und Gefälligkeiten anzunehmen. Bei Gott, iſt es nicht eine himmelſchreiende Schande, daß der Enkel der Kaiſerin ſich beugen muß vor ihrem Günſtling, einem ehemaligen kleinen Lieutenant ohne Rang, Verdienſt und Würdigkeit, daß der Sohn des zukünftigen Kaiſers einem