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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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Sie, Großfürſt Conſtanlin, aber der Dienſt meiner Kai⸗ ſerin geht ſelbſt dem Vergnügen vor, mit Ihnen zu plau⸗ dern. Ueberdies haben Sie ja den Zweck Ihres Beſuches erreicht, und werden mir daher nicht zürnen, wenn ich Sie verlaſſe. Kommen Sie, mein lieber Baron von Armfelt, laſſen Sie uns in mein Kabinet gehen!“

So ſprechend nickte er dem Großfürſten noch einmal flüchtig zu und nahm dann den Arm des Barons, um ihn mit eiligem Schritt nach der Thür ſeines Kabinets hinzu⸗ führen. Der Affe Koko folgte ſeinem Herrn mit einigen wohlgelungenen Purzelbäumen, und trat hinter den beiden Herren in das Kabinet ein.

Großfürſt Conſtantin ſchaute dem Fürſten mit einem freundlichen Lächeln nach, aber nicht ſobald hatte die Thür ſich hinter ihm geſchloſſen, als das Lächeln aus ſeinen Zügen verſchwand, und einem zornigen Ausdruck Platz machte. Aber der Großfürſt unterdrückte doch den wilden Fluch, der ſchon auf ſeinen Lippen zitterte, durcheilte haſtig, die ehrerbietig ſich verneigenden Herren mit einem raſchen, ſtolzen Kopfnicken begrüßend, den Saal, und ſchritt die mit koſtbaren, türkiſchen Teppichen belegte Treppe hinunter, um ſich zu ſeinem Wagen zu begeben. Vor der Pforte des Pallaſtes ſtand, oder vielmehr kniete ein alter Mann mit langem, weißem Bart, das bleiche, abgezehrte Angeſicht umfloſſen von den ſilbernen Locken, die ſpärlich und dünn