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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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her wie eine wüthende Meute, die täglich bereit iſt, mich zu zerreißen.“

„Das iſt es alſo,“ ſagte Zoubow gelaſſen,„der er⸗ habene Enkel der Kaiſerin Katharina, der Sohn des ſtol⸗ zen Großfürſten Paul, will ſich den Anſchein geben, als müſſe er in Armuth und Elend vergehen und habe Furcht vor ſeinen Gläubigern. Ich wette aber, Hoheit, daß Ihre Gläubiger noch mehr Furcht vor Ihnen haben, und daß Niemand von ihnen es wagt, Ihr Hotel zu betreten, aus Angſt um ſeine Zähne und ſeine geraden Glieder. Man weiß ja, welche ſtarke Arme und Fäuſte der Großfürſt Conſtantin hat, man kann ſich jeden Tag auf dem Exereir⸗ platze überzeugen, wie vortrefflich ſein Stock und ſeine Fauſt nicht bloß die Rekruten, ſondern auch die Officiere zu erziehen verſteht. Ich denke mir alſo, Sie werden Ihre Gläubiger eben ſo gut einexerciren, als Ihre Soldaten.“

„Aber Sie wiſſen doch, daß meine erhabene Groß⸗ mutter, die Czarina, ſolche Exercitien durchaus nicht gut heißen will, und daß ſie ſogar mich erſt kürzlich drei Tage in Arreſt geſchickt hat, weil ich einem dummen Officier, der ſeine Rekruten ſchlecht eingeübt hatte, ein paar Stock⸗ ſchläge gegeben hatte? Der Soldat läßt ſich aber nicht an⸗

ders erziehen, als mit dem Stock, und ich möchte wohl

wiſſen, was aus der Disciplin werden ſollte, wenn die