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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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Petrowitſch ſehr theure Zinſen tragen, denn ich werde ihn gleich heute aus meinem Dienſte jagen. Ich liebe es nicht, wenn meine Diener Jemand Anderes höher reſpectiren, und vor Anderen mehr Ehrfurcht bezeigen, als vor mir; es ſei denn, daß die Czarina ſelber ihrem ergebenſten Die⸗ ner, dem Platon Zoubow, die Gnade erzeigte, ſeine Ge⸗ mächer zu betreten. Sie iſt die Sonne Rußlands und die Sonne meines Herzens; wo ſie erſcheint, da muß ſich Alles bengen und unterwerfen, auch der Platon Zoubow, der nichts iſt und nichts ſein will, als der treueſte und zärtlichſte Sclave der Kaiſerin. Aber wo die Kaiſerin nicht iſt, da bin ich der Herr, und—“

„Und ſelbſt wenn die Kaiſerin da iſt, ſind Sie ein wenig immer noch der Herr,“ rief der Großfürſt lächelnd, „und wir Alle ſind Ihre Selaven, wenn Sie uns nicht die Ehre erzeigen, uns Ihre Freunde zu nennen. Aber Sie haben mich hoffen laſſen, Fürſt, daß Sie mir dieſen ehrenvollen Titel bewilligen wollten, und ich rechne dar⸗ auf, denn Sie wiſſen es, Freund, ich liebe Sie, nicht weil ie der Herr ſind über uns Alle, ſondern weil Sie der Platon Zoubow ſind, der geiſtvolle, geniale, edle und lie⸗ benswürdige Fürſt Zoubow.“

Der Fürſt richtete ſich langſam empor, und die bei⸗ den Hände auf die Seitenlehnen ſeines Fauteuils aufge⸗