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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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ſchlagen haben, und auf meinen neuen Gütern kaum ein Mann zu finden iſt. Ihr habt die Erde von Polen mit Menſchen gepflaſtert. Das iſt freilich ein recht guter, fetter Dünger für den Acker, aber Ihr habt mir keine Arbeiter übrig gelaſſen, um ihn zu bebauen und nutzbar und ein⸗ träglich zu machen. Nun verantworte Dich einmal, Rep⸗ nin, was haſt Du darauf zu erwiedern?

Nur dies, Durchlaucht, daß ich, wie es ſcheint, in Polen nichts gethan und nichts geleiſtet, daher auch kein Blut vergoſſen habe, ſagte Repnin ernſt und feierlich. Es iſt wahr, ich bin auf Befehl meiner Kaiſerin mit meinen Truppen nach Polen gegangen, aber ich war zu langſam, ich verſtand mich nur auf die Schlacht, nicht auf das Schlachten, ich habe mir daher auch keine Lorbeeren in Polen verdient, und nicht Ich bin für meine Kriegs⸗ thaten zum Feldmarſchall avancirt.

Ah, es iſt wahr, rief Zoubow nachläſſig,unſere allzeit große, allzeit gerechte Kaiſerin überging Dich, und machte den jüngern, Dir untergeordneten General, den Souwarow zum Feldmarſchall. Aber was ſchadet das Dir! Meine gütige Herrin gab doch ſtatt des Feldmar⸗ ſchalltitels Dir ein ſchönes Haus, und damit biſt Du reichlich bezahlt für Dein Nichtsthun. He, Koko, ſetze dem General Repnin ſeine Perrücke wieder auf, denn er iſt dazu geſchaffen, eine Perrücke über ſeinem leeren Schädel