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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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General abgeriſſen hatte, über ſeinen preußiſchen Czako zu ſetzen.

Recht ſo, mein Koko, rief Zoubow,reiße Du dem Herrn General immerhin den Schleier fort, und laß uns ſein wahres Antlitz und ſeinen kahlen, leeren Schädel ſehen! Aber was iſt denn das, mein lieber General, mir ſcheint, Sie haben da Blut an Ihrer Stirn?

Oh, es iſt nichts, Durchlaucht, ſagte der General mit einem mühſamen Lächeln,der liebe Koko hat nur aus Verſehen mit ſeinen allerliebſten Fingern ein wenig meine Stirn gekratzt, als er mir die Perrücke abnahm. Aber wie geſagt, es iſt nichts, ich bin es gewohnt, im Dienſt meiner Kaiſerin mein Blut zu vergießen.

Ah, rief Zoubow mit ſchnell verdüſterten Mienen, Du biſt es noch mehr gewohnt, Repnin, im Dienſt Dei⸗ ner Kaiſerin das Blut Anderer zu vergießen. Arg habt Ihr gewirthſchaftet in Polen, Du und der Souwarow, als hätte die große, die gütige Katharina Euch nicht dahin geſchickt, bloß um ihr eine Provinz zu erobern, ſondern um ihr ein Volk zu ſchlachten. Meine Kaiferin hat mir wohl große und ſchöne Landſtriche in Polen geſchenkt, aber was helfen ſie mir, da mir die Menſchenſchlächter Repnin und Souwarow alle meine polniſchen Unterthanen todt ge⸗