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Er vollendete ſeinen Satz nicht mit Worten, ſondern nur mit einem Blick unausſprechlicher Verachtung, den er langſam an den Reihen der Höflinge ſeines Herrn dahin gleiten ließ, dann ſchritt er ſtolz gehobenen Hauptes, ohne Gruß, ohne Wort wieder durch den Saal nach der Thür hin, durch welche er gekommen Har. Aber diesmal ſchloß er die Thür nicht wieder hinter ſich zu, ſondern er öffnete ihre beiden Flügel und ſtellte ſich dann in ehrfurchtsvoller, gebeugter Haltung neben derſelben auf.
Ein nicht zu unterdrückendes Gemurmel der Begeiſte⸗ rung lief durch den Saal hin, denn dieſe geöffneten Thüren verkündeten das Herannahen der Sonne, den Aufgang eines neuen Tages! Sehnſüchtig wandten ſich alle Blicke ihm zu, Freude ſtand auf allen Geſichtern, aber jetzt auf einmal beugten ſich alle dieſe ſtolzen Rücken, jetzt fielen dieſe ſonſt ſo hochgetragenen Häupter tief auf die Bruſt nieder, jetzt neigten ſich Alle in ehrfurchtsvollen Grüßen, denn die Sonne war aufgegangen, der neue Tag war da,— Platon Zoubow war in den Saal eingetreten.
Da ſtand er drüben am Eingange des Saals. Dieſer junge Mann in dem nachläſſigen Morgenanzug, dem gold⸗
geſtickten Schlafrock, den niedergetretenen Pantoffeln, dem
wirren, unausgekämmten Haar, dem bloßen, nur von einem ſchmutzigen Hemdkragen locker umgebenen Hals, das war Platon Zoubow, der Liebling Katharina's, und wie


