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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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bahn und ihrer Carriére ſtanden, welche gekommen waren, vor dem Günſtling der Kaiſerin ſich zu beugen, ſondern alle Großen des Hofes, alle Miniſter und Generäle waren da in dem goldfunkelnden Saal des jungen Fürſten Pla⸗ ton Zoubow zu finden, alle Würdenträger des ruſſiſchen Reiches wollten ſich beeifern, demjenigen ihre Ehrfurcht zu bezeigen, der die Macht hatte, entweder ſie noch höher zu heben, als ſie ſchon ſtanden, oder ſie hinab zu ſchleudern in den Staub, aus welchem ſie ſich mit ſo viel Mühe, ſo viel Intriguen und Betrügereien hervorgearbeitet hatten.

Freilich es waren da auch verdiente Männer, welche durch wahre Verdienſte, durch wahre Großthaten ſich zu Ruhm und Ehren emporgehoben hatten. Da war Sou⸗ warow, der große Feldherr Katharina's, der noch jüngſt das in ſeiner letzten Freiheitsbegeiſterung zuckende Polen niedergeſchlagen hatte, der ſeiner Kaiſerin die letzten von den beiden frühern Theilungen noch übrig gebliebenen Reſte von Polen erobert hatte.

Da war auch Repnin, welcher einſt für Katharina im Namen Potemkin's das ſchöne erſehnte Taurien erobert hatte, und Souwarow's Gehülfe bei der letzten Nieder⸗ ſchmetterung Polens geweſen war. Da ſah man auch Solti⸗ kow, den Kriegsminiſter und frühern Gouverneur der Groß⸗ fürſten, da war Besborodko, der einflußreiche Staatsminiſter Katharina's, und Arkarow, der General⸗Gouverneur von