„Hören Sie meine Neuigkeit, Schönſte, Graf Ernſt von Haltern hat ſich ſoeben verlobt mit der Gräfin von Koller.“
Emilie lächelte verächtlich:„Sie ſind in hei⸗ terer Stimmung, mein Herr,— der Huwor ſteht Ihnen wohl.“
„Ich ſcherze nicht,“ entgegnete er feſt,—„darf ich Ihnen dieſe Karte anbieten?“
Sie nahm ſie, blickte darauf hin, dann fih gend n une auf Ernſt. Dieſer ſchlug das Auge nieder.
Alles war ſtumm— Alle fühlten die furcht⸗ bare Größe dieſes Moments,— nur St lächelte. 8
Emiliens Hand ſank herab, die Karte fiel zur Erde, und ſo ſtill war Alles umher, daß das Fallen derſelben faſt ſchaurig laut klang, und Emilie davor erſchrak.
Sie trat hoch und ſtolz auf Ernſt zu, ſie legte ihre Hand auf ſeine Schulter und blickte forſchend, aber ruhig ihm ins Auge.„Iſt es wahr?“ fragte ſie laut.
„Es iſt wahr,“ ſagte er, und ſeine Stimme bebte.
Sie ſchrie nicht auf, ſie weinte nicht, aber ihr
Geſicht ward bleich wie Marmor und S Sa
Geſtalt erbebte. Sie taumelte zurück,— ihr Auge ſ um⸗
her,— es traf auf Carl.
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