„Gut, daß Du da biſt,“ rief Ernſt ihm freu⸗ dig entgegen, und erzählte ihm ſchnell das Geſpräch mit der Gräfin. k
„Und was willſt Du thun?“ fragte Carl.
„Ich weiß es nicht,“ ſagte Ernſt unmuthig.
„Willſt Du Emilien begleiten?“
„Dumme Frage.“
„Alſo willſt Du bleiben und Emilien ver⸗ laſſen?“
Ernſt erbleichte und ſeufzte ſchwer.
„Ach, wenn die ſtolze Gräfin Dich eben ge⸗ ſehen.— Höre Freund, ſo geht das nicht. Du mußt Dich ernſt entſcheiden und dann handeln wie ein Mann.“
„Ich bin entſchieden,“ ſagte Ernſt feſt.
„Zu bleiben?“
Ernſt nickte ſtumm.
„So ſag' es Emilien.“
„Ich vermag es nicht,“ ſagte Ernſt heftig. „Carl, wenn ſie mit ihren klaren Angen mich ſo zärtlich, ſo vertrauensvoll anſieht, ſich ſo zärtlich an mein Herz ſchmiegt, dann fühle ich mich un⸗ fähig ſie zu tödten, zu vernichten.“
„Du biſt ein Thor,“ lachte Jener.„Sl ich es ihr ſagen?— Oder,— ja das geht.— Oeffentliche Erklärung verlangt die Koller?“
„Ja,“ ſagte Ernſt dumpf. „Nun höre gen Plan.“ Und mit beredten Worten begann elben ihm auszumalen.


