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blickt uns an, voll Seele, voll menſchlicher Seele, und ſpricht uns von dem Geiſte, der hinter dieſer weißen Bruſt ruhet. Und wo iſt denn dieſer Geiſt? Ein weißes Pünktchen iſt's, das wir dem Auge geben, ohne dieſes iſt es todt und trübe. O welche wunderbare Folgerungen könnte man hier machen auf den Geiſt des Menſchen! Woraus beſteht er? Aus Faſern und Kügelchen des Ge⸗ hirns, und aus dem Gehalt deſſelben an Fett, Eiweißſtoff, Schwefel und Phosphor,— ſagen unſere Doctoren, und ſuchen uns zu beweiſen, daß das geiſtige Leben nur durch die höchſte Entwicke⸗ lung des Gehirns ſeine eigene höchſte Entwickelung erlangen kann. Der Wahnſinnige, ſagen ſie, iſt geiſtig todt, weil Blutreiz oder ſonſtige Einflüſſe die Funktionen des Gehirns alieniren, der Cretin iſt geiſtig todt, weil ſein Gehirn mangelhaft ge⸗ bildet iſt. Alſo wäre der Geiſt eine fleiſchliche
Maſſe, und weiter nichts? Aber kann er ewas
Eigenes, Selbſtthätiges, für ſich Beſtehendes ſein? Iſt er nicht wirklich ganz abhängig vom Körper, von den phyſiſchen Zuſtänden? Wer wollte wohl in einem Trunkenen noch etwas von dem gött⸗ lichen Geiſte ſehen? Und doch, wenn die Wirkung des Weins verdampft, erlangt der Geiſt ſeine volle Thätigkeit wieder. Wie alſo,— Wein en⸗ det geiſtiges Leben? Oder Jemand erhält durch einen Schlag eine Erſchütterung ſeiner Gehirn⸗ atome— ſo hört die Fähigkeit zu denken auf. 3


