Teil eines Werkes 
11. Theil (1860) Die Künstlerin : Roman / von L. Mühlbach
Entstehung
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ſchnuppen von einem Sterne zum andern, und er⸗ ſchienen mir wie Boten der Liebe. Vielleicht, daß ein paar Seelen, die ſich lieben, dieſe fernen Sterne bewohnen, und ſo ihre Grüße einander ſenden! Da rauſchte es höher in den Bäumen, es war der Nachtwind, der ſie fächelte, und mein Blick glitt hinab, vom Himmel zu dem dunklen ruhenden Garten, in deſſen Teiche der Mond einen langen Silberſtreifen zog. Alles Leben war erſtorben, Friede lag über der Erde, und Ruhe und ſeliges Schweigen der Liebe! Und Friede kam auch in meine Bruſt, und leiſe, als wolle ich die ruhende Nacht nicht wecken aus ih⸗ rem Schlummer und ihrem Liebestraume, ſchlich ich mich zu meinem Lager, und nun entſchlum⸗ merte ich, und ſelbſt im Schlafe umgaukelten mich noch leuchtende Sterne! Ach, zwei Sterne giebt es, die ſtrahlen mir ſchöner, als alle die andern bort oben, zwei dunkle Sterne mit nie wechſelndem Feuer. Deine Augen ſind es, Ge⸗ liebter. Ihr meine beiden ſchönen Sterne, meine Planeten, erglänzt mir immer, verhüllt euch nicht vor dem unbedeutendern Weſen. Die Planeten ſtrahlten nicht ſo ſchön, zeigten nicht die kleinern Firſterne uns ihre Größe um ſo hervorſtechender. Du biſt mein Stern, ich der Deine, und die Sternſchnuppen, die Boten von Stern zu Stern?