Teil eines Werkes 
11. Theil (1860) Die Künstlerin : Roman / von L. Mühlbach
Entstehung
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umher, bis ich ihn fand, meinen Lieblingsſtern, den Sirius, mit ſeinem rothen ſtrahlenden Lichte. Ernſt, wenn Platv Wahrheit geſprochen, und wir auf Sternen ein höheres Daſein beginnen, dann wird gewiß einſt meine Seele zum Sirius ſich aufſchwingen, und dort Wohnung finden, ich fühle ein unendliches Verlangen nach dieſem Sterne, ihn ſuch' ich immer zuerſt, und freue mich immer wieder ſeines Anblicks! O könnte ich dort einſt wohnen, aber mit Dir! Denn ſelbſt der Himmel könnte mir keine Freuden gewähren, ohne Dich! Ihr, meine ſchönen Sterne, wie ſchautet ihr ſo freundlich mich an, und ſchient mich zu grüßen, und mir zu lächeln. Ich blickte nach dem Gürtel des Orion, ich ſah den Schwan, die Silberbruſt an die ſich ſanft ſchlängelnde Milchſtraße gelehnt, es ſtrahlte mir der Anker als glänzende Hoffnung, es blickte mich die Venus mit Liebesaugen an, es

flog der Adler, des Ruhmes Vogel, mit dem ſtol⸗

zen Etvile am Halſe mir vorüber, es breitete die Taube ihr ſanftes Geflügel aus, es erglänzte mir Berenicens ſilbernes Haar, es glühte und flammte der Regulus, es winkte mir liebend Capella. H ich konnte mich nicht ſatt ſehen an dieſen Myriaden von Welten, von denen wir nichts wiſſen, kaum etwas ahnen; unvwandt ſchaute ich auf, und begrüßte jeden neuen Stern, der mir auf⸗ tauchte mit freudigem Rufe. Zuweilen flogen

ſtill und heimlich und ſchnell und leuchtend Stern⸗