Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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hatte es einen Lord Protector, worin der einzige Un⸗ terſchied beſtand. Das ſiegreiche Volk, welches frei ſein wollte, war der Knecht eines Brauerſohnes ge⸗ worden, Olivier Cromwell hatte es unter ſeine Füße getreten. Nichts war beſſer geworden, ſondern die Dinge hatten ſich nur verändert.

Unter König Karl hatten die Proteſtanten gezittert, unter Cromwell zitterten die Katholiken. Die Herrſcher haben immer einen merkwürdigen Trieb gehabt, die Völker zur Seeligkeit zu zwingen. König Karl wollte das Volk zwingen katholiſch ſelig zu werden, Cromwell wollte es beugen unter das Joch proteſtantiſcher Se⸗ ligkeit. Die Seligkeit hatte ſich verändert, aber das Joch war daſſelbe geblieben, das Volk träumte nicht mehr von Freiheit, es lag nur noch im Halb⸗ ſchlummer der Ermattung, und da es nicht glücklich ſein konnte, trachtete es mindeſtens nach Abwechslung, nach Zerſtreuung.

Olivier Cromwell war geſtorben, den Tod des Gerechten, ſagten ſeine Freunde, das engliſche Seepter, welches er mit ſo viel Heuchelei und Ener⸗ gie geführt, es zitterte in den Händen ſeines ſchwachen Sohnes. Richard Cromwell, der Sohn des Protectors, fühlte nicht die Kraft, es zu halten, er zog es vor, dieſes Seepter freiwillig niederzulegen, ſtatt es ſich entwinden zu laſſen.

Die Krone lag daher verwaiſet auf ihrem ſammt⸗ nen Kiſſen, das Scepter ruhte trauernd in ſeinem verſchloſſenen Futteral, und das Volk fragte ſich be⸗ troffen; wer wird uns fortan regieren? Wem wer⸗ den wir gehorchen? Wen werden wir unſern Herrn nennen?

Zu Breda war es, wo Karl die Abgeordneten des

engliſchen Volkes empfing, und aus ihren Händen die

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