Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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ſtechender Dorn für das Herz des ſtolzen Prinzen ge⸗ weſen, denn mitten unter den Dankesverpflichtungen, die er ſich auferlegt fühlte, konnte er nie vergeſſen, daß ihm ſelbſt die Königskrone gebühre, und daß drüben, jenſeits des Kanals, ſich ein Land befinde, welches das ſeine geweſen, und das ihm nur durch die Aufruhr⸗That eines empörten Volkes geraubt wor⸗ den. Wie oft haite er dann dieſes Volk verwünſcht, dieſes Volk, welches ſich geſträubt hatte, länger die Tyrannei ſeines Königs Karl's I. zu ertragen, dieſes Volk, welches eines Tages ſich erinnert hatte, daß die Sclaverei und der Despotismus eine Schmach und ein Verbrechen ſei!

Viele Jahre lang war der Prinz nichts geweſen, als der Sohn eines Königs, welchen ſein Volk auf das Blutgerüſte geſchleppt hatte, damit er die Ver⸗ brechen ſeiner Regierung mit ſeinem eigenen Blute abwaſche und fühne, er war nichts geweſen, als ein unglücklicher Bettler, welchen ſein Vaterland ausge⸗ ſtoßen und geächtet hatte, und welcher ſein Haupt beugen mußte unter die Schmach, ſtatt eines Königs von Gottes Gnaden ein Menſch ohne Volkes Gnade zu ſein.

Alber jetzt war das engliſche Volk aus ſeinem Freiheitstaumel erwacht. Olivier Cromwell hatte es einzuſchläfern verſtanden, indem er in die Siegeshymnen des Volkes ſeine frommen Pſalmen miſchte, und ſein Triumphgeſchrei in Gebeten zu verſtummen zwang. Das arme Volk war von der Freiheit ſelber betrogen worden. Es hatte die Feſſeln des Königsthums ab⸗ geſchüttelt, aber der Lord Protector hatte ihm dafür die Feſſeln der Bigotterie übergeworfen. Alle dieſe Kämpfe hatten zu keinem Siege geführt, England hatte nur ſeinen Tyrannen gewechſelt, und ſtatt eines Königs