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Sie hoffte auf nichts mehr,— nur noch auf den Tod!
Und der kam endlich, ſie zu erlöſen. Sie ſtarb, noch bevor ſie das vierzigſte Jahr erreicht hatte, aber ſie war alt in ihrem Herzen, ſie hatte Alles durchlebt, alle Freuden und alle Leiden, es war ihr nichts mehr geblieben, kein Vergnügen ſogar und keine Hoffnung. Sie war überſättigt von Allem, ſogar von dem Schmerz und ſogar von dem Ruhm!
Zu Weſtminſter begrub man ſie feierlichſt, und die berühmteſten und ausgezeichneteſten Dichter Eng⸗ lands und die größten Herren des Hofes folgten ihrem Sarge.
Zu Weſtminſter ſieht man noch heute ihre Gruft, und auf derſelben ſtehen folgende Worte:
Here lies a proof, that wit can never be Defence enough against mortality.
(Hier lieget der Beweis, daß Klugheit nie genügt
Uns zu vertheidigen, wenn uns der Tod beſiegt.)
Auch König Karl der Zweite ſollte ſein Grab noch in England finden. Aber er war der Letzte der Stuarts, dem es beſchieden, auf dem Thron zu ſterben. Doch lange ſchon vor ſeinem Ende war die Liebe des Volks zu ihm erloſchen, und Niemand klagte um ihn bei ſeinem Tode, denn König Karl hatte es nicht ver⸗ ſtanden, die Liebe, welche das Volk dem heimgerufenen Sohn des unglücklichen Carl des Erſten ſo glühend entgegengetragen, zu bewahren. Er hatte ſein Gelübde, das er ſeinem Volke geleiſtet, nicht erfüllt, er hatte England nicht glücklich gemacht. Aber um ſo getreu⸗ licher hatte er das Gelübde erfüllt, das er dem Pater Mathews gegeben. Er verfolgte die Proteſtanten, und errichtete Scheiterhaufen für die Republikaner.


