Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

180

Styls bewunderte, obwohl wir es heut etwas geziert und geſchraubt finden möchten. In Wortgetrener Ueberſetzung lautet es: 7

Manch Einer ſchreibt wohl Manches gut und iſt in Anderm ſchlecht,

Nur Deine Kraft wird allen Themata's gerecht.

Des Soecus und Kothurnus Weiſ' iſt Dir bekannt,

In beiden biſt gleich anmuthsvoll Du und ge⸗ wandt,

Doch, Aphra, wenn von Lieb Du ſchreibſt, ſo wetzet

Dort Amor ſeine Pfeil', wo Du die Feder ſetzeſt.

Solch anmuthsvolle Wort' beſtrahlten nie Papier,

Wie Dein Geſchlecht ſo gleichend

i

Aber was halfen ihr alle dieſe Verherrlichungen und dieſe Triumphe, ſie lächelte darüber und verach⸗ tete ſie. Sie haite auf den Grund aller Dinge ge⸗ ſehen, und überall hatte ſie unter verlockenden Blumen nur Verweſung und Tod gefunden.

Es war ihr Alles zuſammengeſchrumpft zu einer

großen Lüge! Die Liebe und das Glück, die Wahr⸗ heit und die Tugend. Sie glaubte an nichts mehr, denn ſie hatte keine Illuſionen mehr.

*) Some hands write some things well, are elsewhere lame,

But on all themes vour power is the same.

Of Buskin and of Suck you know the Pace

. And tread in both with equal skill and grace.

But when you write of Love, oh Aphra, then

Love dips his arrows, where you whet your pen.

Such charming lines did never paper grace

Soft as vour Sex, and smooth as beauty's face!

(Longbaine. Account of the english Pramat. Poets.)