Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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uns nichts weiter übrig, als ſie brennen zu laſſen, unſere Thränen können ſie nicht mehr löſchen, ſagte der König. 2 Aber das Volk iſt in wilder Wuth und Angſt, Sire. Die letzte Hoffnung eines erneuerten Wohl⸗ ſtandes verbrennt mit dieſen Schiffen! Zeigt Euch wenigſtens Eurem unglückſeligen Volk, beruhigt es durch Euren Anblick, tröſtet es mit Eurer Theilnahme! 7 Nein, rief der König, ich gehe nicht. Ich ſende Euch als meinen Boten mit innigſten Liebesgrüßen an mein Volk. Sagt ihm, ich liebte es, ſagt ihm, was Ihr wollt, nur ſtört uns nicht länger! Der Herzog entfernte ſich, und das Feſt nahm ſeinen Fortgang, und der ganze Hof pries mit ent⸗ zückten Worten dieſe edle und heldenmüthige Selbſt beherrſchung des Königs. Man nannte es groß und.

erhaben und göttlich ſchön, daß der König lachen konnte und ſcherzen, während Englands Schiffe ver⸗ brannten, und die letzte Quelle ſeines Wohlſtandes hinab ſank in's Meer*)!

Es gab nie etwas Erhabeneres und Stolzeres, ſagte Buckingham in ſeiner ſarkaſtiſchen Weiſe. Ihr gleicht dem größten der römiſchen Kaiſer! Nero ſang

als Rom verbrannte, ſingt, ſingt, König Nero von England, Ihr habt Grund, fröhlich zu ſein, denn unſere Schiffe leuchten als Fackeln zu unſerm Feſt! Am andern Tage aber ritt der König, begleitet von ſeinen Miniſtern und den ehrwürdigſten und beim Volk am wenigſten verhaßten Herren ſeines Hofes durch die noch in Aſche und Trümmern liegende Stadt, und mit hinreißender Freundlichkeit und einem überzengenden

*) Burnet. Vol. I. p. 421.