Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ben. Wir ſollen uns einbilden, auf einem Vulkan zu tanzen! Nun wohl, um ſo luſtiger werden wir tan⸗ zen, und wir danken Euch für dieſen köſtlichen Scherz, mit dem Ihr uns zum Wiederſehen begrüßt! Füllt Eure Becher, Mylords, und leert ſie mit mir auf das Wohl unferer Dichterin, der liebreizenden und holden, der übermüthigen und witzigen Aphra Behn!

Sie ſtießen an und tranken und jubelten in er⸗ neuerter Luſt. Vergebens war es, daß Aphra immer auf's Neue den König beſchwor, ihr zu glauben und ſeine Vorkehrungen zu treffen, und mindeſtens ſeine Miniſter zuſammen zu rufen! Der König glaubte ihr nicht, er nannte Aphra's Mittheilung einen tollen Spaß, mit dem ſie ihn erſchrecken wolle, weiter nichts!*)

Ihr ſollt aber ſehen, daß Karl Stuart ſich nicht vor Geſpenſtern fürchtet und an keine Mährchen glaubt! rief er endlich laut lachend. Meine Damen und Her⸗ ren: Wir verlängern unſer Feſt! Statt dieſer einen Nacht bleiben wir noch eine Nacht und noch einen Tag beiſammen, bis der Schreckenstermin abgelaufen iſt, den unſere geiſtreiche Dichterin zur Kataſtrophe ihres Mährchens feſtgeſetzt hat!

Der Hof empfing dieſe Nachricht mit lautem Jubel. Nelly Gwyn hüpfte auf den Tiſch, und in tollem Uebermuth ſprang ſie umher zwiſchen den goldenen Pokalen und den klirrenden Flaſchen. Lord Rocheſter ſpielte dazu auf der Guitarre eine luſtige Melodie, und der König klatſchte entzückten Beifall zu dem graciöſen Eiertanz der ſchönen Tänzerin.

Noch einmal verſuchte Aphra den König andern Sinnes zu machen! Er glaubte ihr nicht**)! Und

*) Cibber, Vol. III. pag. 22. **) Cibber, Vol. III. pag. 21.