Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ſich, als plötzlich ein Page es wagte, in den Feſtſaal einzudringen, und allem Verbot ungeachtet zu der Herzogin von Cleveland eilte.

Er überreichte ihr ein beſchriebenes Papier, welches ihm ſo eben eine Dame gegeben, indem ſie ihn be⸗ ſchworen, es ſogleich an Lady Barbara zu geben. Das Wohl Englands hänge davon ab.

Barbara nahm dies Papier und las, dann neigte ſie ſich lächelnd zum König hin. Sire, ſagte ſie, ich habe um eine Gunſt zu bitten. Dieſer Brief iſt von Aphra Behn, und ſie beſchwört mich darin, ihr ſo⸗ gleich eine Unterredung mit Euch zu verſchaffen. Es betreffe das Heil des Vaterlandes.

Bah! ſagte der König. Dieſer Saal hier iſt mein Vaterland. Das Uebrige geht mich nichts an! Wir haben unſere Geſetze, und die müſſen geachtet werden; iſt es aber nicht ein ſehr wichtiges Geſetz, daß dieſe Abende durchaus nicht durch ein ernſtes Wort dürfen geſtört werden? Laßt alſo unſere ſchöne Miß Aphra immerhin eintreten, vorausgeſetzt, daß ſie mir als ſchönes Weib und nicht als Geſandtin kommt.

Führt Miſtreß Aphra herein, befahl Barbara dem Pagen, indem ſie ſelber ſich erhob, ihrer Freundin entgegen zu gehen.

Jetzt öffnete ſich die Thür und Aphra Behn trat ein. Sie war bleich und erſchöpft, und aller Hofſitte zum Trotz, war ſie nicht in ſchimmernden Ballkleidern, ſondern in dunkeln Reiſegewändern. Sie reichte Bar⸗ bara die Hand und zog ſie mit ſich fort zum Könige hin.

Sire, ſagte ſie, verzeiht das Ungehörige meines Erſcheinens. Ich habe ſo eben das Schiff verlaſſen und ich komme ſogleich zu Euch, weil das, was ich Euch zu ſagen habe, die höchſte Eile erfordert. Wolle der Himmel, daß ich nicht zu ſpät komme, daß es