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Der König ſaß zwiſchen Barbara und Nelly, er war ſehr glücklich, ſehr heiterer Laune. Er ſtimmte
ein in die heitern Lieder, welche Buckingham gedichtet,
und welche nichts anderes waren, als eine, den bibli⸗ ſchen Pſalmen nachgedichtete, ſchamloſe Verſpottung dieſer heiligen Lieder*). Man ſang dieſe Lieder und dieſe herrliche„Litaney“ mit einem wahrhaft jubelnden Entzücken, und König Karl ſchwur mit vor Lachen weinenden Augen, George Villiers ſei der größte Dichter und der größte Maler ſeines Jahrhunderts, und Nelly Gwyn, welche eben eins dieſer Lieder mit dem Anſtand und in der Manier der jungen, frommen Königin geſungen, die größte Schauſpielerin Alt⸗ Englands.
Der Wein floß in Strömen, und die Wangen glühten, und die brennenden Lippen ſtotterten leicht⸗ fertige Scherze, welche man mit lautem Lachen be⸗ grüßte und mit Lorbeerkränzen belohnte, die als Preis der kühnſten Scherze heute Abend ausgetheilt wurden.
Immer höher ſteigerte ſich die Luſtigkeit, man wagte Alles, weil man nichts mehr zu wagen hatte, und vom
König ſelber dazu aufgefordert, ſang man ihm endlich die tollen und ſarkaſtiſchen Spottlieder, welche das Volk von London zur Ehre des Königs ſang, in denen er als der„Old Nick'“ verhöhnt und verſpottet ward“**), und in welchen die blutigen Thränen und die ver⸗ zweiflungsvollen Flüche des unglücklichen Volks ſich
in beißender Heiterkeit und ſcharſſchneidendem Witz
zerſetzt hatten. König Karl hörte ſie mit jubelndem
*) Dramaturgie oder Theorie und Geſchichte der dramatiſchen
Kunſt. Von Theodor Mundt. Zweiter Band. S. 207. **) Granger, Biographical history of England. Vol. IV. pag. 96.
Entzücken an, und der ganze Hof lachte und freute


