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landsliebe iſt wie die Sonne, ſie geht überall mit uns, ſie iſt es, welche in unſer Herz leuchtet, und es er⸗ wärmt und es durchglüht mit einem heiligen Feuer. Dieſe Sonne allein war es, deren erwärmende Strahlen mich in Eurem kalten, feuchten und geiſtig verwäſſerten Holland aufrecht erhielt, dieſe Sonne ſtärkte mich und gab mir Kraft, die kleine Komödie mit Ihnen aufzu⸗ führen, mit der ich Ihnen das wichtige Geheimniß entlockte, deſſen Daſein ich ahnte, das ich aber nicht anders zu ergründen vermochte, als indem ich mit Euch ſpielte, wie es die Katze mit dem Mäuslein thut. Dieſelbe Sonne, welche mich hergebracht, treibt mich jetzt zurück; ich gehe, um mein bedrohtes Vaterland zu warnen. Beſchuldigen Sie mich nicht des Mein⸗ eides! Ich habe nicht geſchworen, das Geheimniß zu bewahren, welches Sie mir verrathen ſollten, und hätte ich es gethan, ich würde meinen Schwur brechen, und darin ein wenig Ihnen und allen Männern gleichen*). Aphra Behn.
*) Dieſe Intrigue Aphra Behu's mit Van der Albert und die Art, wie ſie von ihm ein für England wichtiges Staatsgeheimniß entlockte, iſt keineswegs eine erdichtete, ſondern ganz getreulich ihrer Biographie entnommen. Herr van der Albert war übrigens nicht der Einzige, welcher Aphra Vehn, während ihres Aufenthaltes in Holland huldigte und ihr ſeine Hand anbot, obwohl er der Einzige war, den ſie begünſtigte, und mit dem ſie in einem innigen Freundſchafts⸗ verhältniß lebte. In einem Briefe, den ſie aus Antwerpen an eine Freundin nach London ſchrieb, ſchildert ſie ihr einen andern Anbeter folgendermaßen:„Er iſt zwei Mal ſo alt, wie Albert, dazu etwas verwachſen und häßlich. Sein Name van Bruin, und Albert ſelber führte ihn als ſeinen Oheim bei mir ein. Dieſer alte Herr batte mich noch nicht oft beſucht, als ich ſchon bemerken mußte, welchen Eindruck meine Augen auf ſein leicht in Flammen geſetztes, trockenes Herz machten. Indeſſen wagte er es nicht, ſich mir zu offenbaren, ſondern ſprach immer nur verſtohlen von einem alten, ſehr reichen Herrn, deſſen Herz ich gewonnen, und der nichts ſehnlicher wünſche. als mir ſeine Hand und ſeine Reichthümer anbieten zu dürfen. Er


