Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Lange ging er in heftiger Bewegung auf und ab. Allmälig ward ſein Antlitz wieder ruhig, und er fühlte ſich geſammelt genug, Aphra's Brief zu leſen. Er erbrach das Siegel und las;

Dies ſchreibt Aphra Behn, das ungefeſſelte Weib dem gefangenen und beſtraften Mynheer Van der Albert: Sie ſind ein Verräther, welcher geſtern zu meinen Füßen lag und mit heiligen Eiden mir ſchwur, daß Sie niemals ein Weib betrogen, niemals ein Weib unglücklich gemacht. Und während Sie ſo ſchwu⸗ ren, lag im Nebenzimmer ein junges Weib auf ihren Knieen, mit aufgelöſtem Haar, mit gerungenen Händen, weinend in unermeßlichem Schmerz. Sie hörte die Schwüre des Meineidigen, und es waren dieſelben Schwüre, welche er ihr ſonſt geleiſtet. Dieſes Weib hieß Catalina, ſie war eine ſchutzloſe Waiſe, welche der reiche Herr Van der Albert ungeſtraft verführen und verlaſſen konnte, weil es kein Geſetz gab, welches ihn zwang, der Entehrten ihre Ehre wiederzugeben, indem er ſeinen Schwur hielt, und ſich ihr vermählte. Cata⸗ lina war zu Aphra Behn gekommen, weil ihr das Gerücht erzählt, daß ſie jetzt die Geliebte Van der Albert's, und weil ſie dieſe neue Geliebte beſchwören wollte, ihr beizuſtehen, und den Treuloſen ihr wieder zuzuführen. Aphra Behn ſchwur es; ſie ſchwur, den Verräther zu ſtrafen, welcher Beides zugleich verrathen, ſein Vaterland und ſeine Geliebte! Ich habe mein Wort gehalten, Catalina iſt Ihr Weib, und ſo Gott will, wird ſie Sie ſtrafen, indem Sie an Ihnen Rache nimmt für alle ihre Schmerzen und ihre vergoſſenen Thränen. Ich aber kehre nach England zurück, um, wenn es ſein kann, mein Vaterland zu retten von der Gefahr, mit welcher Ihr es bedroht. Denn Sie müſſen wiſſen, Mynheer Van der Albert, die Vater⸗

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