magiſches Dämmerlicht herrſchte in dieſem Raum, in deſſen Mitte ein kleiner Altar ſich erhob. Neben dem⸗ ſelben ſtand der Prieſter im vollen Ornat, hinter ihm die Chorknaben mit dem Weihrauchfaß, zur Seite die Brautzeugen. An einem Tiſche ſeitwärts ſaß der Notar mit dem ansgefertigten Contract.
Dahin begab ſich Albert mit ſeiner Braut. Er unterſchrieb zuerſt, dann ſie.— Nun traten ſie zum Altar, und der Prieſter begann die heilige Handlung. Er ſegnete ihre Ehe, und legte ihre Hände in einander zu ewigem, unauflöslichem Bunde.
Die Ceremonie war zu Ende. Schweigend, wie ſie gekommen, verließ die Braut am Arm ihres Gatten die Kapelle, und kehrte mit ihm zurück in das Boudoir.
Jetzt, Geliebte, biſt Du Mein für ewig und im⸗ merdar, flüſterte Albert, indem er ſie leidenſchaftlich in ſeine Arme ſchloß.
Sie lehnte ganz zerbrochen ihr Haupt auf ſeine Schulter, und weinte laut.
Weinſt Du, Geliebte, weil ich jetzt ein heiliges Recht auf Dich habe?
Nein, ich weine, weil ich ſo ſelig bin, und weil ich Dich ſo grenzenlos liebe.
Wie? Was bedeutete dies? Das war nicht Aphra's Stimme, es war eine andere, nicht eine fremde, aber es war nicht die Stimme Aphra Behn's.
Mit einer ungeſtümen Bewegung riß er den Schleier von ihrem Antlitz fort, dann trat er entſetzt zurück, und ein Schrei des Zorns entfuhr ſeinen Lippen.
Die Braut war auf ihre Kniee geſunken, und hob ihre gefaltenen Hände und ihr von Thränen über⸗ fluthetes Angeſicht flehend zu ihm empor.
Catalinal murmelte er entſetzt. Ja, Deine Catalina, ſagte ſie weinend, Deine


